Sewing A bis Z {N wie Nadeln}

So oft lese ich die Frage: Was ist los mit meiner Nähmaschine? Warum macht sie ständig Fehlstiche?

Ursachen gibt es verschiedene, aber heute möchte ich über die richtige Nadel zum verwendetem Material schreiben.

Welche Nadeln gibt es?

Es macht einen großen Unterschied, welche Nadel ich für ein bestimmtes Material verwende. Jede Nadel ist an die spezifischen Besonderheiten deines grad gewählten Materials angepasst.

Es gibt eine große Auswahl an Nadeln: Jersey-Nadeln, Universal-Nadeln, Leder-Nadeln, Jeans-Nadeln und und und…
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Ich stelle dir heute die gängigsten Nadeln vor!

Die Universalnadel

Grundsätzlich ist diese Nadel nicht für alle Stoffe gleich geeignet. Auch wenn der Name diesen Rückschluss zuließe… Nein, die Universalnadel  ist für alle nicht elastischen Stoffe gedacht: Webware (Baumwolle), Popeline, Baumwolldekostoffe, dünne Jeansstoffe, Canvas. Es gibt unterschiedliche Stärken: je höher die Zahl (z.B. 90) desto besser ist sie für griffige und schwerere Webware geeignet. Je kleiner die Zahl (z.B. 60) desto feiner ist die Nadel und damit für dünnere Webware (Popeline, Seide, dünne Vorhangstoffe) geeignet.

Die Jerseynadel

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Die Jerseynadel ist für alle elastischen Stoffe gedacht. Das Besondere an ihr ist die Ballpoint-Spitze: diese Spitze ist genaugenommen nicht spitz, sondern abgerundet. Das ist so, damit die feinen Fäden der Jerseystoffe und Strickwaren nicht durchstochen werden. Das würde sonst Löcher im feinen Gewebe verursachen. (Vielleicht hast du dich auch schon einmal über die doofen kleinen Löcher und Laufmaschen knapp an den Nähten gewundert. Hier kann eine falsche Nadel die Ursache gewesen sein…) Die Ballpointspitze der Jerseynadel schiebt die Fäden quasi sanft zur Seite und beschädigt dein Traumstöffchen beim Nähen  nicht! Und sorgt so für längere Freude am Nähwerk.

Die Ledernadel

Ledernadeln sind besonders robust und sind perfekt für das Material konstruiert. Weiches bis mittelschweres Leder kannst du mit dieser Nadel gut verarbeiten. Perfekt um neue Lederpuschen fürs Herzele zu nähen. Die Stärke der Nadel wählst du wieder je nach Stärke deines Leders: die niedrige Zahl für dünnes Leder, die hohe Zahl für das etwas schwerere Leder.

Die Jeansnadel

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Jeansnadeln lassen das Verarbeiten von Jeansstoffen eine kleine Freude sein. Die Jeansnadel ist genau passend robust für diese feste und dichte Gewebe.

Die Microtexnadel

Die Microtexnadel ist besonders gut für alle Funktionsstoffe geeignet. Lyrca, Softshell, Viskosejersey… Diese Nadel ist fein genug um mit der Ballpointspitze besondere Materialien perfekt zu verarbeiten.

Ich hoffe, du hast einen kleinen Einblick bekommen!
Mehr zur Verwendung von besonderen Nadeln ergänze ich gerne! Dich interessiert ein besonderes Thema für das Nählexikon? Dann schreib mir deinen Themenwunsch als Kommentar unter diesen Beitrag!

 

 

 

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2 Kommentare zu „Sewing A bis Z {N wie Nadeln}

    1. Hallo Ulla!
      Ich freue mich, dass dir mein Beitrag gefallen hat. Die Topstitch Nadel nehme ich gern für den zweiten Nadel Betrag auf!
      Sie hat ein größeres Nadelöhr und ist besonders für dekorative Garne, Knopflochgarn und (Quilt-)Nähte geeignet.
      LG
      Melanie

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